Wird meine Website eigentlich von ChatGPT gefunden? So funktioniert KI-Sichtbarkeit

Bild: KI-generiert

Wird meine Website eigentlich von ChatGPT gefunden? So funktioniert KI-Sichtbarkeit

Probieren Sie das gerne direkt mal aus, bevor Sie weiterlesen: Öffnen Sie ChatGPT oder Perplexity und fragen Sie nach genau dem, was Ihr Unternehmen anbietet, so wie ein potenzieller Kunde fragen würde. Kommt Ihr Unternehmen in der Antwort vor? Bei den meisten, die das zum ersten Mal ausprobieren, lautet die Antwort ehrlicherweise: nein. Hier geht’s darum, warum das so ist und was sich daran ändern lässt.

Der Unterschied zu “ich stehe halt nicht auf Seite 1”

Bei Google kennt man das Problem: Man rankt einfach nicht weit genug oben. Bei KI-Systemen ist das Problem oft grundlegender. Es geht nicht darum, auf Position 3 statt Position 8 zu stehen. Die KI kennt Ihre Website in vielen Fällen schlicht gar nicht, oder kann aus dem, was sie an Informationen findet, nichts Konkretes ableiten. Das ist ein anderes Problem als schlechtes Ranking, und es braucht auch einen anderen Ansatz.

Woher “wissen” KI-Systeme überhaupt etwas über eine Website?

Grob gesagt aus zwei Quellen: aus den riesigen Datenmengen, mit denen ein Modell trainiert wurde, und aus Live-Suchen, die manche KI-Tools (wie Perplexity oder ChatGPT mit Websuche) bei einer Anfrage direkt im Hintergrund durchführen. Für Sie als Unternehmen heißt das: Es lohnt sich auf beiden Ebenen. Zum einen möglichst oft an vertrauenswürdigen Stellen im Netz erwähnt zu werden, zum anderen technisch dafür zu sorgen, dass eine Live-Suche Ihre Seite überhaupt sauber erfassen kann.

Der Selbsttest: Wie sichtbar sind Sie wirklich?

Ein paar einfache Checks, die Sie selbst in fünf Minuten machen können:

Fragen Sie direkt nach Ihrem Unternehmen. “Was macht [Ihr Unternehmen]?” oder “Wer bietet [Ihre Leistung] in [Ihrer Stadt] an?” Wenn nichts oder etwas Falsches kommt, wissen Sie, wo Sie stehen.

Schauen Sie sich Ihre eigene Website mit den Augen einer Maschine an. Gibt es klare Überschriften? Steht irgendwo in einem einzigen, klaren Satz, was genau Sie anbieten, ohne dass man drei Absätze Marketingtext lesen muss, um das rauszufinden?

Prüfen Sie, ob es strukturierte Daten gibt. Das lässt sich z. B. mit Googles Rich-Results-Test nachschauen. Fehlt das komplett, fehlt der Maschine eine wichtige Orientierungshilfe. Warum das technisch so wichtig ist, lesen Sie in Warum die schönste Website nichts bringt, wenn Google sie nicht versteht.

Googeln Sie Ihr Unternehmen und schauen Sie, was noch auftaucht. Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse, Social-Media-Profile: stimmen die Angaben dort mit der Website überein, oder gibt es Widersprüche?

Was konkret hilft

  • Klare Aussagen statt Andeutungen. Schreiben Sie direkt hin, was Sie tun, für wen, und was es kostet oder wie der Ablauf ist: lieber einmal zu deutlich als zu vage.
  • Strukturierte Daten einbauen. Schema-Markup ist im Grunde eine Art Übersetzung Ihrer Inhalte in eine Sprache, die Maschinen zweifelsfrei verstehen.
  • Konsistenz über mehrere Plattformen hinweg. Name, Adresse, Leistungen: wenn das überall im Netz gleich dasteht, wirkt das für jedes System vertrauenswürdiger.
  • Echte Substanz statt reiner Werbesprache. Konkrete Informationen, Beispiele, Zahlen: das ist es, was zitiert wird, nicht “wir sind Ihr Partner für…”-Floskeln.

Ist das jetzt wichtiger als klassisches SEO?

Nicht wichtiger, aber zunehmend genauso wichtig. Die beiden Welten überschneiden sich stark. Wer hier sauber arbeitet, tut in der Regel auch seinem klassischen Google-Ranking etwas Gutes. Den grundsätzlichen Unterschied zwischen SEO und AEO erklären wir in SEO vs. AEO. Wenn Sie mal gemeinsam draufschauen wollen, wie Ihre Website aktuell dasteht, melden Sie sich einfach unverbindlich.